Schlauchwagen SW – KatS

Schlauchwagen SW-KatS der Freiwilligen Feuerwehr Berge

Fahrzeugdaten

Funkrufname Florian Osnabrück 11-62-20
Kennzeichen OS-LK 49
Tag der Erstzulassung 26.11.2013
Fahrgestell-Hersteller Daimler AG
Typ Atego 1326 AF
Aufbau Empl Fahrzeugwerk GmbH
Leistung 188 kW / ca. 256 PS
Hubraum 6374 cm³
Getriebe automatisiertes 6-Gang-Schaltgetriebe (Mercedes-Benz Telligent®-Schaltautomatik)
Antrieb permanenter Allradantrieb
zul. Gesamtgewicht 13.100 kg
Besatzung 0/1/2
Beladung Normbeladung GW-L 2 nach DIN 14555-22 mit Zusatzmodul Wasserversorgung
Feuerlöschpumpe Tragkraftspritze PFPN 10-1500 von Ziegler
Löschwasser kein

Beschreibung:

Schlauchwagen für den Katastrophenschutz (SW-KatS) der freiwilligen Feuerwehr Berge auf Basis eines Gerätewagen-Logistik 2 (GW-L 2) mit Mercedes-Benz Atego 1326 AFE Fahrgestell und feuerwehrtechnischen Auf- und Ausbau durch die Firma Empl Germany.

Das Fahrzeug wurde vom Bundesministerium des Inneren, Bevölkerungsschutz an den Landkreis Osnabrück im Dezember 2013 übergeben und bei der Feuerwehr Berge stationiert. Im Gegenzug dafür wurde das Löschgruppenfahrzeug 16 mit Tragkraftspritze (LF 16-TS) bei der FF-Schwagstorf untergestellt.

Es handelt sich um ein Fahrzeug der ersten Serie, die erst von der Firma Car&Camper in Kiel gefertigt wurden. Während der Bauphase meldete die Firma allerdings Insolvenz an und es wurden nur wenige Prototypen gefertigt, die direkt verkauft wurden. 16 Fahrgestelle wurden an die Firma Empl überführt und von dieser im Werk Elster aufgebaut.

Im Gegensatz zur Staffelkabine beim genormten GW-L 2 entschied man sich bei der Ausschreibung des Bundfahrzeuges für eine Truppkabine. Begründet wurde dies mit der möglichen Verwendung eines kürzeren Radstandes und somit einer besseren Geländefähigkeit. Auch insgesamt konnte das Fahrzeug so deutlich kompakter gehalten werden, als es bei der Verwendung einer Staffel möglich gewesen wäre. Außerdem zählt ein Schlauchwagen zu Sonderfahrzeugen, die meist in Verbindung mit einem Löschgruppenfahrzeug zum Einsatz kommen, wodurch dann genug Personal zur Verfügung steht.

Normgerecht verfügen die SW-KatS über eine teilbare Ladebordwand. Diese stammt vom niederländischen Hersteller Dhollandia, Typ DHLM.20 und hebt maximal 1500 kg.

Wie auch die SW 2000-Tr aus den 90er Jahren verfügen die SW-KatS über Schlauchkassetten zur Aufnahme der B-Druckschläuche. Verlastet sind hier zehn Schlauchkassetten vom Typ Bund2010, gefertigt von der Firma P-Tec aus Celle. Jede der Kassetten fasst zehn Druckschläuche B 20 (insgesamt 200 m) und hat die Abmessungen 2900×850 x 175 mm.

Funktechnisch ist das Fahrzeug bereits mit einem TETRA-Digitalfunkgerät ausgestattet. Da in Niedersachsen allerdings noch analog gefunkt wird, ist auch ein analoges 4 m-Band-Fungerät verbaut. Wie bei Bund-Fahrzeugen üblich ist dieses Relaisstellenfähig (RS 1). Für die Einsatzstellenkommunikation stehen vier 2 m-Bandfunkgeräte zur Verfügung.

Das Land Niedersachsen erhiehlt aus der ersten Serie Schlauchwagen für den Katastrophenschutz insgesamt neun Fahrzeuge, wovon eines in den Landkreis Osnabrück ging.

Externe Links zum Thema: