Jahresabschluss der Feuerwehrbereitschaft Nord in Bippen

Helmut Schmidt und sein Nachfolger Thorsten Heidhaus

Die Mitglieder der Feuerwehrbereitschaft (FB) Nord des Landkreises Osnabrück haben sich zu ihrer Dienstversammlung zum Jahresabschluss am 2. November getroffen. Bereitschaftsführer Uwe Rasch ging besonders auf den Moorbrand auf dem Gelände der WTD 91 in Meppen ein.

Erfreut zeigte sich Uwe Rasch über die gute Beteiligung an der Dienstversammlung in der Schützenhalle in Hartlage, die musikalisch von der Blaskapelle Die Renslager begleitet wurde. Die Versammlung fand zum letzten Mal in Hartlage statt. Zehn Jahre war die FB hier zu Gast. „Im kommenden Jahr findet die Dienstversammlung in Wimmer statt“, informierte Rasch.

Sodann legte er den Jahresbericht für das ablaufende Jahr vor. Der Moorbrand auf dem Bundeswehrgelände forderte die Bereitschaft. Nachdem ihr Einsatz zunächst für den 21. September 2018 geplant war, musste sie schon am 19. September anrücken. Eine Stunde nach Ankunft waren die ersten Einheiten mit Löschgruppen- und Tanklöschfahrzeugen im Einsatz; der Rest zunächst in Bereitstellung. Sodann wurden kleine offene Feuer gelöscht, Riegelstellungen errichtet, Bewässerungsschläuche verlegt und Panzerfahrer beim Einrichten von Schneisen unterstützt, in der Nacht die Einsatzstellen ausgeleuchtet. 160 Kräfte der Bereitschaft waren 48 Stunden im Dienst. Bei der Nachbesprechung wurden Erfahrungen ausgetauscht und eine bessere Zusammenarbeit bei künftigen Einsätzen in Verbindung mit der Bundeswehr besprochen. „Ich danke allen Kameraden, die dazu beigetragen haben, dass der Moorbrand letztendlich gelöscht werden konnte“, so Rasch.

Und was war sonst noch los? Im Januar wurde der Dienstplan beider Bereitschaften im Feuerwehrhaus Bramsche, im März in Neuenkirchen die Einsatzübungen für das laufende Jahr besprochen. Der Kameradschaftsabend an der Wassermühle Riesau in Ueffeln-Balkum machte viel Spaß. Bei der Übung bei der Firma Mitan in Ankum wurde dann eine Großschadenslage angenommen. Hayo Wilbers und Peter Beckmann gingen dabei von folgender Lage aus: Bremsenreiniger hatte sich nach einem Kurzschluss an einem Stapler-Ladegerät entzündet. Das Feuer griff auf Verpackungsmaterial über. Die Halle stand beim Eintreffen der Feuerwehr im Vollbrand. Die fünf Fachzüge arbeiteten ihre Aufgaben kompetent ab. Weiterhin ging der Bereitschaftsführer auf die verschiedenen Zugdienste ein. So habe der Zug vier Küche/Verpflegung alleine 541 Dienststunden absolviert. Insgesamt wurden 1038 Dienststunden geleistet.

Für die Einsatzbereitschaft und Abwicklung des Einsatzes in Meppen dankte Regierungsbrandmeister Matthias Röttgen. Er ging aber auch auf die Schwierigkeiten in der Abwicklung des Moorbrandes ein. Die Feuerwehr sei im Gegensatz zu gewohnten Einsätzen hier nicht Herr der Lage gewesen und durfte den Einsatz auch nicht leiten. Es sei aber eine umfangreiche Nachbereitung auf allen Ebenen geplant.

Für den Landkreis sprach Klaus Wübbolding, der zusammen mit Benedict Guss an der Versammlung teilnahm. Sein Dank galt den Kameraden der beiden Feuerwehrbereitschaften für die Einsatzabwicklung besonders bei der Lage in Meppen. Die Feuerwehrleute hinterließen in Meppen einen nachhaltigen Eindruck. Wübbolding ging auf befürchtete Kontaminationen und entsprechende Untersuchungen ein. Es sei bisher keine erhöhte Kontamination festgestellt worden.

„Der Brand ist mit der neusten Technik ausgelöst worden und musste mit der ältesten Technik bekämpft werden“, merkte Kreisbrandmeister Cornelis van de Water an. Er ging weiterhin auf Probleme mit der Löschwasserversorgung aufgrund der langen Trockenheit ein. Ebenfalls dankte der stellvertretende Brandabschnittsleiter Nord Ralf George für die engagiert geleistete Arbeit.

Sodann wurde Zugführer Helmut Schmidt, seit 2004 stellvertretender, ab 2006 Zugführer des Fachzugs vier Küche/Verpflegung verabschiedet und sein Nachfolger Thorsten Heidhaus den Mitgliedern der Bereitschaft vorgestellt. Schmidt habe in all den Jahren allein acht bis zehn Kubikmeter Erbsensuppe veredelt, betonte Uwe Rasch humorvoll. Für die gastgebende Feuerwehr Bippen sprach Ehrenortsbrandmeister Heinz-Gerd Wrigge. „Ich hoffe, es hat euch in den zehn Jahren hier gut gefallen“, sagte er, um sodann ebenfalls auf Helmut Schmidt, auch Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr Bippen, einzugehen. „Er hat es verstanden, junge und ältere Kameraden unter einen Hut zu bringen“, so Wrigge.

Text und Bild: J.Schwietert – noz.de


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