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Hermann Schohaus aus Berge: Ein Feuerwehrfunker aus Leidenschaft

Fünf Gemeindebrandmeister kamen und gingen in der Samtgemeinde Fürstenau seit 1974. Einer blieb: Funkwart Hermann Schohaus aus Berge. Nun ist der 67-Jährige aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Die Samtgemeinde würdigte seine Verdienste und ernannte ihn zum Ehrenbrandmeister.

Hermann Schohaus ist ein ruhiger, manchmal verschmitzter Mann. Die Ehrung im Saal des Schlosses während der jüngsten Sitzung des Rates der Samtgemeinde nahm er ohne große Worte an und hörte zu, was die Laudatoren zu sagen hatten – Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken, der deutlich machte, wie sehr er die unverzichtbare Arbeit des Funkwartes geschätzt hat, CDU/FDP-Gruppensprecher Friedhelm Spree, der Hermann Schohaus als Vorbild für den Feuerwehrnachwuchs bezeichnete, und SPD/Grüne-Gruppensprecher Helmut Tolsdorf, der anmerkte, dass der 67-Jährige das Funkwesen im Nordkreis aufgebaut und geprägt habe.

Der Rat der Samtgemeinde Fürstenau hat einstimmig beschlossen, Hermann Schohaus (Dritter von links) aus Berge zum Ehrenbrandmeister zu ernennen – hier mit Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken (links), Gemeindebrandmeister Reiner Berndsen (Zweiter von links) sowie den Sprecher der Gruppen CDU/FDP und SPD/Grüne, Friedhelm Spree und Helmut Tolsdorf (rechts).
Der Rat der Samtgemeinde Fürstenau hat einstimmig beschlossen, Hermann Schohaus (Dritter von links) aus Berge zum Ehrenbrandmeister zu ernennen – hier mit Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken (links), Gemeindebrandmeister Reiner Berndsen (Zweiter von links) sowie den Sprecher der Gruppen CDU/FDP und SPD/Grüne, Friedhelm Spree und Helmut Tolsdorf (rechts).

Für Hermann Schohaus begann die Laufbahn bei der Feuerwehr 1971 mit dem Eintritt in die Berger Wehr, dessen Chef damals noch Walter Lucke war. Da Hermann Schohaus in Lingen eine Ausbildung zum Rundfunk- und Fernsehtechniker gemacht hatte, lag es nahe, dass er 1974 mit Gründung der Samtgemeinde Fürstenau für die sieben Ortswehren den Posten des Funkwartes übernahm. Damit verbunden war zugleich eine Initialzündung für seine berufliche Zukunft. 1978 bewarb er sich bei der Berufsfeuerwehr und erhielt in Hannover eine Stelle im öffentlichen Dienst, genauer in der Funkwerkstatt. 1982 folge der Wechsel zur Leitstelle in Osnabrück, die der Berger mit aufbaute. In diesem Jahr legte er auch sein Amt als stellvertretender Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde nieder, das er neben dem Amt als Funkwart seit 1977 inne hatte.

Trotz aller beruflicher Verpflichtungen blieb er der Samtgemeinde Fürstenau als Funkwart treu. Von 1974 an sollten 45 Jahre folgen, in denen er Funkgeräte wartete und reparierte, sich auf Störungssuche begab und Abhilfe schaffte. Auch schulte er andere Feuerwehrleute, stand mit fachlichem Rat bei der Neubeschaffung von Geräten zur Seite und erstellte Kommunikationspläne für Standard-Einsätze sowie Großschadenslagen. Eine Menge Arbeit, die Hermann Schohaus aber gerne erledigte – ein leidenschaftlicher Funker eben.

Der 67-Jährige wird auch künftig immer noch ein guter Ratgeber für die Feuerwehren in der Samtgemeinde seien und seinen Nachfolger Maximilian Gerweler aus Schwagstorf einarbeiten, sagt Hermann Schohaus und ergänzt: 

"Ich bin ja nicht aus der Welt"

Und klar: Es gibt niemanden in der Region der sich so gut im Funkwesen auskennt wie der Berger. Schließlich war er dabei, als es von 1986 mit der flächendeckenden Einführung des Funknetzes im Landkreis Osnabrück Meldeempfänger auch für die Feuerwehren in der Samtgemeinde gab. Die bestellte und programmierte natürlich Hermann Schohaus. Auch 2012 bei der Einführung des Tetra-Digitalfunkes im Landkreis Osnabrück war der 67-Jährige federführend dabei und programmierte und reparierte für die Feuerwehren der Samtgemeinde die digitalen Meldeempfänger. Schließlich hat er noch 2016 die flächendeckende Digital-Alarmierung im Landkreis begleitet. 

Das waren technisch anspruchsvolle Aufgaben. Gelegentlich waren auftretende Probleme aber auch ganz einfach zu lösen. Zum Beispiel, wenn mal wieder Feuerwehrleute ankamen und verkündeten: "Das Funkgerät geht nicht mehr." Meistens seien einfach nur ein paar Knöpfe verstellt worden, so Hermann Schohaus. "Ich habe sie einfach wieder in die richtige Position gebracht", sagt der 67-Jährige und schmunzelt.

Nun hat Hermann Schohaus wieder mehr Zeit für die Jagd und für die Gaststätte. Zumindest theoretisch. Denn das Funkwesen wird ihn wohl nie loslassen. Das weiß die Samtgemeinde, das weiß auch seine Frau Karin.

Text und Foto: Jürgen Ackmann noz.de

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